Weit werden

Das Herz
zum Himmel richten.
Weit werden,
nicht böse nennen,
was mir fremd ist,
nur anders
Die Liebe 
neigt sich auch
den Abgründen zu,
sucht im Dunkel
verstehen
Ihr Glanz und Glück 
ist das Licht
das sie bringt.
Ihr Feuer soll
Nahrung finden
in dir
Fürchte dich nicht!
Dein Gold brennt nicht.
Es bleibt

Ausbruch

Ich richte mich auf
stoße mir den Kopf
an der Decke
immer wieder
der Raum ist zu klein
mein Leben 
ein Gefängnis

Ich trainiere
sanft
schaffe es inzwischen
immer wieder
die Decke anzuheben

werde müde
falle in mich zusammen
bleibe liegen
atme
sammle meine Kräfte
stehe wieder auf

Der Spalt wird größer
das Licht fällt
auf meine Knospe
berührt
wärmt
erweckt
es regt sich
das Leben
in mir

ich plane den Ausbruch

eines Tages...
Doch!
eines Tages
werde ich blühen

In deinen Augen

Auf der Reise zu mir 
begegne ich dir
begegne ich Gott
hier finde ich 
wer ich bin
von je her
in deinen Augen
Du baust mir 
eine Brücke
denn wer ich wirklich bin
ist mir fremd geworden
Du kennst meine Schönheit 
in dir
finde ich Raum
das rechte Licht
mich zu sehen
wie du mich siehst
lustvoll 
du lachst
ich staune
kaum zu glauben
dass du mich so meinst
ich tanze 
mit dir

Leinen los!

Für die Ladies Zita, Michaela, Eva, Konstanze, Hanna, Heidrun, 
Doro, Anke, Katrin, Susanne, Esther, Kerstin und mich

Auf dem Fluss des Lebens
saßen wir alle in einem Boot.
Nah am Wasser gebaut,
haben wir schulterklopfend
in sanften Wellen
unsere Träume gefüttert
wie ein Kind die Enten.
Manche Blockaden
warfen wir über Bord.
Und nun,
da alles im Fluss ist,
nehmen wir das Steuer in die Hand.
Denn
 – Someday ist not in the calendar! –
Und wir feiern uns hinein
in die Gestalt
unserer Erfolge.

Und im Winter
kann man immernoch singen!

Ich bin noch ganz erfüllt von diesem wohltuenden und inspirierenden Wochenende auf einem Hausboot auf der Spree in Berlin. Die obigen Zeilen sind sozusagen eine konzentrierte Beschreibung dessen, was ich mit 12 anderen Frauen dort erlebte und deshalb auch irgendwie ein Insider. 🙂 Aber vielleicht machen sie dich ja neugierig.

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Heute vormittag habe ich mir erlaubt nichts zu tun. Ich habe nur herumgesessen bzw. gekniet und hab mir Zeit gelassen. Da sind Gedanken gekommen und gegangen. Ich habe Schmerzen im Nacken gespürt und wie schwer es mir fiel, die Gedanken und den Aktionismus in mir loszulassen. Ich hatte mir fest vorgenommen nichts zu tun. Das hab ich gut gemacht. Anders hätte ich es wahrscheinlich nicht durchgehalten.

Es stehen heute 10 Sachen auf meiner To do Liste. Eine Elfte habe ich schon gestrichen. Ich war heute schon walken. Das war auch sehr gut! Vorher habe ich noch einiges getan, was nicht auf der Liste steht, weil ich es jeden Tag mache und nicht extra aufschreibe.

Es tat gut nichts zu tun. Es tut immer wieder gut. Jedenfalls dann, wenn ich damit nichts erreichen will. Heute brauchte ich etwas Durchhaltevermögen, um diesen „Ich will nichts erreichen – Modus“ zu erreichen… Noch nicht mal das sollte man erzwingen wollen 😉

Ich will oft so vieles.

In der Ruhe angekommen, will ich eigentlich selten wieder da weg. Ruhe ist schön! Sooo schön! 🙂

Ach du liebe Wut

Kürzlich hatt' ich ziemlich Wut, 
sogar beim Schlafen hat ich Not.
In der Nacht lag ich so wach
und dachte nach.

In den frühen Morgenstunden
wollte ich 'ne Lösung finden.
Ich bin ins Internet gegangen
und hab zu lesen angefangen.

Ich wollte in Erfahrung bringen,
wie andre mit der Wut umgingen.
Nun holte ich mir also Rat,
das fand ich hilfreich in der Tat:

Man könne sich ablenken,
statt ständig an die Wut zu denken.
Am besten eine Auszeit nehmen,
 statt sich hinterher zu schämen,
weil man sich hinreißen ließ
und sagte Sachen, die sind fies.

Man könne Wut als Energie verstehen
und sie im Körper gut wahrnehmen.
Oder einfach trotzdem lächeln,
tief atmen statt zu hecheln.
Oder eine Runde rennen.
Und singen,
dafür muss man Lieder kennen 🙂


Die Wut zu fühlen statt sie zu denken
und mir noch etwas Zeit zu schenken,
das hat mir dann ganz gut getan,
so konnt ich schlafen irgendwann.

Morgens hab ich mir nochmal Zeit genommen,
mit meiner Wut zusamm' zu kommen.

Ich hab ihr ein Gesicht gegeben,
indem ich sie gemalt hab eben.
Ich sah sie an und hab gefragt,
"Warum sie mich zur Zeit so plagt?
Ob sie mir etwas sagen will?
Dann war ich still.

"Ruhe könnte sie gebrauchen",
fing sie schließlich an zu fauchen.
"Und außerdem", kam's von tief drinnen,
"möchte sie auch mal bestimmen,
wie sie ihr Leben leben möcht
und es nicht andern machen Recht."

Da war ich doch ganz schön geplättet,
denn darauf hätt' ich nicht gewettet.
Ich musste das erstmal verdauen
und dann mal schauen... .

Schließlich sagte ich zur Wut:
"Ihre Worte wären gut
und ich würde ihr gestatten,
mich auch in Zukunft zu beraten."

Da war sie dann auch hochzufrieden
und wusste, sie wird nicht gemieden.
Seitdem gehört sie mit zum Team
und muss nicht einsam umherziehn.

Ich musste ja dann trotzdem reden
mit den Leuten deretwegen,
ich mit ihr Bekanntschaft machte. 
Das gelang mir auch ganz sachte.

Ich hatte sie ganz gut verstanden
und wurde nicht zum Elefanten.
Das Porzellan, das blieb ganz heil
und das auch nicht nur so zum Teil.

Drum müsste ich etwas empfehlen,
so wär's: sich nicht davon zu stehlen,
nicht schweigen und nicht unterdrücken.
Doch auch nicht prügeln und rumzicken.

Sondern der Wut 'ne Stimme geben,
ihr zuhör'n, sollte sie auch beben.
Ihr Zeit lassen, all das zu sagen,
was wir vielleicht nur schwer ertragen.
Erlauben, dass sie da sein darf,
ganz ungeschminkt und gar nicht brav.

Ich sag das auch nicht leicht daher,
mit Wut umgehen, ist echt schwer.
Ich kann auch gar nicht sicher sagen,
werd ich es demnächst wieder wagen,
so vorbildlich hier zu agieren
und ihr geduldig zu zuhören!?

Dennoch will ich 'ne Bresche schlagen:
auch deine Wut soll nicht verzagen.
Denn auch die Wut, die braucht 'nen Platz
und das ist jetzt mein letzter Satz.


Im Keller

„Meine Laune ist im Keller, ich hoffe sie bringt Wein mit.“

Vor kurzem las ich diesen witzigen Spruch. Der fiel mir gerade wieder ein, als ich an meinen Blutdruck dachte. Der ist nämlich bei mir im Keller. Als ich kürzlich darüber nachdachte, was er mir damit vielleicht sagen möchte, formte sich der Satz: „Halt mal die Bälle flach!“ Und obwohl das im Hinblick auf Stress, Sachen, die keine Freude machen und erdrückende Gedankenkarusselle und so, ein echt guter Hinweis ist, war mir das dann doch zu wenig motivierend. Also hab ich überlegt, ob da auch eine erfreulichere Botschaft drinne stecken könnte und kam auf:

„Du hast da noch ganz viel Luft nach oben!“ 🙂

Na, das ist doch mal ein Ansporn!